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#DAZIT   #Digitalisierung von Zollprozessen    #Beratung Zollsoftware

Digitalisierung von Zollprozessen - Digitalisierung der Zollverwaltung


Wie läuft der Zollprozess in Zukunft ab? 












Mit DaziT will die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV. neu BAZG, Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit) die Prozesse für die Erhebung von Zöllen und Abgaben vereinfachen und durchgehend digitalisieren. Der Grenzübertritt und die Inlandbesteuerung soll beschleunigt werden und die Sicherheit für Bevölkerung, Wirtschaft und Staat gleichzeitig erhöht werden. Die EZV orientiert sich dabei an einem neuen, einheitlichen Grundprozess. Videoquelle: Youtube, EZV).


DAZIT und neues Zollgesetz

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 10. April 2019 die Weichen für die Weiterentwicklung der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) gestellt. Unter dem neuen Namen Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) wird die Organisation der EZV auf die neuen Anforderungen ausgerichtet, damit sie ihren Auftrag in einem sich verändernden Umfeld weiterhin erfolgreich erfüllen und die Chancen der Digitalisierung nutzen kann. Weitere Informationen:
https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-74650.html

 


Das Programm DaziT ist das Schlüsselelement zur Modernisierung und Digitalisierung der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV). «DaziT» steht für «Dazi», das rätoromanische Wort für Zoll, und für «Transformation». DaziT verfolgt einen gesamtheitlichen Transformationsansatz. Die Zoll- und Abgabenerhebungsprozesse werden vereinfacht, harmonisiert und durchgehend digitalisiert.

                                                                                                                                                            Quelle: YouTube Channel der EZV


Zollprogramm DaziT entlastet die Unternehmen
Fachbericht und Medienmitt4eilung in der Volkswirtschaft
Zollprogramm «DaziT» entlastet Unternehmen | Die Volkswirtschaft - Plattform für Wirtschaftspolitik.pdf (1.21MB)
Zollprogramm DaziT entlastet die Unternehmen
Fachbericht und Medienmitt4eilung in der Volkswirtschaft
Zollprogramm «DaziT» entlastet Unternehmen | Die Volkswirtschaft - Plattform für Wirtschaftspolitik.pdf (1.21MB)

Wir sehen uns als Berater in der Mitte dieses Projekts als Drehscheibe zwischen Industrie und Zoll, als Ergänzung oder Kontrast der Anforderungen der Speditions- und Verzollungsunternehmen. Wir sind für sämtliche Dialoge offen und regen auch aktiv dazu an in unserer Fachgruppe.

Den  Entwicklungen von DAZIT stehen wir somit offen gegenüber und leisten einen wesentlichen Beitrag, um auf das Projekt aufmerksam zu machen sowie die Zollverwaltung in der Umsetzung konstruktiv zu unterstützen. Dabei sind die Anliegen von KMU in unserem Hauptfokus. Wenn Sie interessiert sind, in unserer KMU-Fachgruppe mitzuwirken, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf


Ausgangslage

Die Formalitäten beim Grenzübertritt von Waren und Personen werden heute nicht mehr im technologisch möglichen Umfang unterstützt. Die aktuelle IKT-Landschaft der Zollverwaltung umfasst aktuell 80 Fachanwendungen, die zentralisiert, standarisiert und vereinfacht werden sollen. Mit der aktuellen IT-Landschaft des Zolls werden aktuell gegen 22 Millionen Einfuhren und rund 7 Millionen Ausfuhrzollanmeldungen bearbeitet. Damit wird rund ein Drittel der Bundeseinnahmen generiert.

Bis zum Abschluss von DAZIT sind die Anwendungen der EZV über 30 Jahre alt. Diese Landschaft als auch die dazugehörigen Prozesse sollen mit dem Programm DAZIT modernisiert  und auf zukünftige Anforderungen der Digitalisierung hin optimiert werden. Die Inbetriebnahme der neuen IKT der Zollverwaltung soll per 2026 erfolgen.

DAZIT besteht aus sieben Projekten (namentlich: Steuerung & Transformation, IKT Grundlagen, Portal- & Kunde, Redesign Fracht, Redesgin Abgaben, Shared Services, Kontrolle & Befund), die in acht Verpflichtungskredite unterteilt sind. Entsprechend dem Realisierungsfortgang werden diese in vier Tranchen freigegeben. Dabei soll DAZIT im Verlaufe von neun Jahren umgesetzt werden.


Auszug der Zielsetzungen aus Perspektive Warenverkehr/Industrie

  • Zielsetzung von DAZIT ist es nicht, die heutige EZV 1:1 zu digitalisieren. Zuerst müssen Abläufe vereinfacht werden
  • Mit DAZIT soll eine Produktivitätssteigerung von 20% erzielt werden
  • Bis 2019 soll e-dec Modernisiert werden, um bestehende Probleme wie Ausfälle der Produktion zu optimieren
  • Mit einem Internetportal (Projekt E-Portal) sollen Kunden rund um die Uhr und von jedem Ort Zollverpflichtungen erfüllen können. Im Rahmen von DaziT entsteht ein zentrales Online-Portal (E-Portal), wodurch Kunden sämtliche Dienstleistungen der EZV beanspruchen können – rund um die Uhr und von überall aus. Dafür genügt eine einmalige Anmeldung (Single Sign-on). Die Mitarbeiter der EZV haben mit dem E-Portal einen direkten und mobilen Zugriff auf alle relevanten Fachanwendungen
  • Mittels Projekt Stammdaten entsteht eine zentrale EZV-weite Stammdaten- und Geschäftspartner-(Kunden)Plattform. Diese ersetzt mehrere bestehende heterogene Insel-Datenbanken, vereinfacht die Datenpflege und verbessert die Datenqualität
  • Im Fokus steht insbesondere das Projekt Redesign Fracht. Dies umfasst eine einheitliche Fachanwendung zur Verzollung von Waren (Fracht) und die vollständige Digitalisierung der Prozesse für die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren. Damit werden nicht nur die Verfahren an der Grenze vereinfacht und beschleunigt. Zugleich bildet dieses Projekt auch eine wichtige Voraussetzung fur eine bessere Überwachung der Warenflüsse. INTERESSANT: Bereits 2010 war geplant NCTS abzulösen und vollständig durch e-dec zu ersetzen. Auf die Ablösung wurde verzichtet zugunsten einer orientierte Neugestaltung der Fracht-Anwendung.
  • Der administrative Aufwand intern als auch für Kunden soll massgebend reduziert werden. Dabei wird auf die Vorausanmeldung gesetzt. Mit dem Projekt B2B Gateway, das eine automatische Schnittstelle zwischen den IT-Systemen der EZV und derjenigen von Firmen ermöglichen wird, soll eine massgebende Optimierung stattfinden. 
  • Der Zoll sieht seine Aufgabe nicht darin, Papiere hin- und herzuschieben, sondern für Sicherheit zu sorgen. Dank DAZIT sollen kunftig mehr Ressourcen fur Kontrollen im zunehmenden Waren- und Personenverkehr eingesetzt werden. Eine bessere Datenlage soll zudem die Risikoanalyse optimieren, was wiederum ermöglicht, noch gezielter zu kontrollieren. Die gesteigerte, ortsunabhängige Datenverfugbarkeit soll mobile Kontrollen noch flexibler und dadurch wirkungsvoller machen. Ausserdem sollen Daten schneller mit in- und ausländischen Stellen ausgetauscht werden
  • Nebst den Zollaufgaben, die den Warenverkehr betreffen, hat die EZV auch weitere Projektthemen wie LSVA (EETS), Einsatzleitsystem für Grenzwachkorps (ELS),  die Umsetzung des Schengen Entry-Exit-Systems (EES/ETIAS) an den Flughäfen als auch die einheitliche, zentralsierte Verwaltung der digitalen Zertifikate (Zertifikate PKI) auf dem Radar


DAZIT: Herausforderungen

Damit eine Modernisierung, Zentralsierung, aber auch Ausrichtung auf zukünftige Bedürfnisse der Zollabwicklung stattfinden kann, sind in einem ersten Schritt neue Prozesse innerhalb der Zollverwaltung nötig. Die Transformation bedingt ein ausführliches Veränderungsmanagement. Erste sichtbare organisatorische Massnahmen sind bereits getroffen worden. U. a. wurde die Aufgaben neu organsiert. Ebenso wurden Funktion umgestaltet.

  • Veränderungsprozesse schaffen dabei bekanntlich interne Widerstände, denen ebenso begegnet werden muss
  • Ergänzend müssen Gesetzesanpassungen vorgenommen werden, die mit der Transformation einhergehen
  • Die Zollverwaltung trifft intern als auch extern auf unterschiedliche Stakeholder. So sind auch Schnittstellen mit anderen Ämtern und Behörden im Fokus, genauso wie die Schnittstellen und Anliegen von Spediteuren und der Industrie, bis hin zu Software-Anbietern, die alle Ihre Interessen durchsetzen möchten. Diese vertreten teilweise stark unterschiedliche Ansichten, was die offene Haltung der EZV durch Beteiligung der Stakeholder massiv erschwert. Aus diesem Grund wird aktuell diese Struktur und ersten Lerneffekten vorbildlich neu durchdacht. Wir von ZFEB setzen uns insbesondere für die Anliegen von KMU ein und das zwingende Gelingen des Projekts der EZV.

Hier finden Sie die Stellungnahme unserer Geschäftsführerin, die die Herausforderungen differenziert betrachtet hat. Sie fordert dabei die Wirtschaftsbeteiligten als auch Mitarbeitenden der EZV auf, konstruktive Beiträge und Ideen zu liefern. Dies in der Überzeugung, dass DAZIT nur durch entsprechende Beteiligung erfolgreich umgesetzt werden kann.


DAZIT: Quick Wins

Zugunsten von Prototypen der EZV 4.0 wurden erste kleine schlaue Quick-Wins umgeesetzt.

  • QuickZoll: Die App ermöglicht Reisenden bereits heute , komfortabel einen normalen Einkauf im Ausland zu verzollen. 
  • E-Begleitdokument: Neu können Firmen die Beilagen zur Zollanmeldung elektronisch einreichen. Die neue Lösung ist mit dem bestehenden Verzollungssystem e-dec verknüpft und die Ergebnisse der Testphase sollen in das Projekt Redesign Fracht einfliessen.
  • Weitere Apps dienen insbesondere der LSVA und dem Grenzwachkorps. Weiterführende Informationen zu diesen Quick-Wins finden Sie auf der Internetseite der Zollverwaltung.


Quelle: YouTube Channel der EZV. QuickZoll ist für die Betriebssysteme iOS und Android verfügbar und kann hier kostenlos heruntergeladen werden.


DAZIT: Aktueller Stand

Damit DAZIT umgesetzt werden kann, ist an erster Stelle ein neues Zollgesetz nötig. Die entsprechenden Ideen wurden zwar angestossen, jedoch von massiven Widerständen betroffen. Daher ist das Projekt aktuell in Verzug. Parallel sind jedoch weitere Pilotprojekte am Laufen und es finden regelmässige Sitzungen statt. Bei Fragen zu DAZIT und dem neuen Zollgesetz stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Der aktuelle Stand des Projekts und der Arbeiten kann auf der Internetseite der EZV nachgelesen werden. 

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